Durch den star­ken Gebrauch von Smart­pho­nes und ande­ren Gerä­ten, die ein Betrach­ten mit gerin­gem Abstand erfor­dern, droht eine neue Volks­krank­heit zu ent­ste­hen.

Immer mehr Men­schen sind kurz­sich­tig.
Ein inter­na­tio­na­les For­scher­team berich­te­te vor kur­zem, dass etwa die hal­be Welt­be­völ­ke­rung bis 2050 kurz­sich­tig wer­den wird.


Die Zahl der Kurz­sich­ti­gen in Deutsch­land ist jetzt schon sehr hoch. Laut einer Stu­die der Uni­ver­si­tät Mainz lei­det mehr als die Hälf­te der Abitu­ri­en­ten und Hoch­schul­ab­sol­ven­ten unter Kurz­sich­tig­keit (Myo­pie), berich­tet die Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Die über­lan­ge Nut­zung von Smart­pho­nes bei Kin­dern und Jugend­li­chen und damit ein­her­ge­hend die viel zu gerin­ge Zeit im Frei­en und im Tages­licht sei­en eine der Haupt­grün­de für die­se Ent­wick­lung.

Kurz­sich­ti­ge neh­men ent­fern­te Objek­te unscharf wahr. Jüne­mann zufol­ge sei die per­ma­nen­te Nah­ar­beit für die Kurz­sich­tig­keit ver­ant­wort­lich. Durch den stän­di­gen Beglei­ter Smart­pho­ne wür­den die Effek­te noch deut­lich schlim­mer.

Das Auge bekom­me beim per­ma­nen­ten Betrach­ten von Nah­ob­jek­ten das Signal zu wach­sen. „Das Wachs­tum ist unum­kehr­bar“, erläu­tern Medi­zi­ner. Je höher die Diop­tri­en­zahl, des­to län­ger ist auch der Aug­ap­fel. „Das ist wie bei einem Luft­bal­lon. Je stär­ker der auf­ge­bla­sen wird, des­to dün­ner wird er.“

Das wie­der­um füh­re zu einer schlech­te­ren Durch­blu­tung und zur Dege­ne­ra­ti­on der Netz­haut.