Wie schmeckt Glück?

Man­che Spei­sen machen Lust auf mehr!

Wie ist es mög­lich, dass der Ver­zehr von Sauer­kraut bei eini­gen Men­schen Glücks­hor­mo­ne aus­schüt­ten lässt und Vanil­le­eis bei ande­ren Stress-Hor­mo­ne frei­setzt?  Wie Glück schmeckt,

hängt mit der Zeit davon ab, wel­che Geschich­ten das Leben schrieb. In Mil­li­se­kun­den ist unser Gehirn in der Lage, beim Anblick oder Geruch von Spei­sen rele­van­te Infor­ma­tio­nen her­vor­zu­zau­bern, die Lust­ge­fühl oder Ekel und Abwehr erzeu­gen. Der Duft von frisch geba­cke­nem Apfel­ku­chen erin­nert an die gute alte Zeit, in der die Fami­lie glück­li­che Stun­den beim gemein­sa­men Nach­mit­tag zusam­men saß. Lecke­rer Sauer­kraut-Duft wird viel­leicht mit War­ten auf das Christ­kind am Weih­nachts­abend ver­knüpft. Des einen Freud ist des ande­ren Leid. Der letz­te Maß­krug im Bier­zelt kann mit Sauer­kraut durch­aus unan­ge­neh­me Erin­ne­run­gen wecken.

Für das Erle­ben von Lust (Beloh­nung) oder Schmerz (Bestra­fung) ist das lim­bi­sche Sys­tem im Gehirn ver­ant­wort­lich. Eine Art Fil­ter­sys­tem bil­det die Amyg­da­la (auf jeder Sei­te des Gehirns befin­det sich eine Amyg­da­la (die auch Man­del­kern genannt wird und für die Ein­ord­nung ankom­men­der Rei­ze ver­ant­wort­lich ist) . Wer­den Gerü­che oder ein Geschmack als bedroh­lich für den Kör­per wahr­ge­nom­men, wird sofort Alarm geschla­gen! Mög­li­che Reak­tio­nen kön­nen sein: Befehl nicht essen, aus­spu­cken, Ekel aus­lö­sen,  oder eben Lust­ge­füh­le und den Wunsch nach mehr.

Ich lie­be Spa­ghet­ti: Urlaub, Son­ne, Meer und glück­li­che Fami­lie. Auch wenn ich allei­ne vor mei­nen Tel­ler Spa­ghet­ti sit­ze, zau­bert ihr Anblick ein Lächeln in mein Gesicht und ich spü­re das Glück: lecker! Und wenn ich mal Stress habe oder es mir nicht so gut geht, ist mei­ne Zau­ber­for­mel für Glück: Spa­ghet­ti kochen!

Gibt es bei dir auch spe­zi­el­le gute und böse Geschich­ten in Bezug auf Spei­sen und Geträn­ke? Was ist dei­ne Zau­ber­for­mel?

Wie schmeckt für dich Glück?

Wuss­test du, dass nega­ti­ve Erfah­run­gen, die Ekel gegen Spei­sen aus­lö­sen, rela­tiv ein­fach neu­tra­li­siert wer­den könn­ten? Ich habe schon vie­len Pati­en­ten mit Metho­den aus der Trau­ma-The­ra­pie hel­fen kön­nen, Essen wie­der genies­sen zu kön­nen. Ger­ne hel­fe ich auch dir dabei!

Bild­quel­le: pixabay von RitaE